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Liste 1 (Nährwertgruppen) |
Liste 2 (Nährwert und Bedarf pro 100g) | Liste
3 (alphabetisch) | Liste 4 (Nährstoffe)
|
Liste 5 (Kochrezepte)
| Liste
5z (Zutatenlisten)
Die Relative Nährwerttabelle geht von einer gesunden Ernährung aus, wenn die Makronährstoffe (kalorienhaltige Nährstoffe: Kohlehydrate, Proteine und Fette) in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander verzehrt werden und die Mikronährstoffe (kalorienfreie Nährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente) in ausreichender Menge enthalten sind.
Bei der Definition, welche Mengen "ausgewogen" bzw. "ausreichend" sind, orientiert sich die Relative Nährwerttabelle an den Referenzwerten der "Deutschen Gesellschaft für Ernärung e.V." : https://www.dge.de
Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass jeder Mensch einen individuellen Stoffwechsel hat. Was für den Einen ausreicht, mag für den Anderen zu viel oder zu wenig sein . Die Mangel- und Überschusssymptome finder der interessierte Laie in der Fachliteratur, in der populärwissenschaftlichen Literatur und im Internet ausführlich beschrieben. Ein kurzer Hinweis ist in Liste 4 zu finden. Jeder sollte seine persönlichen Bedürfnisse kennen und seinen persönlichen Ernährungsplan danach ausrichten.
Die Mengenangaben unterscheiden sich in den
verschiedenen
Nährwerttabellen zum Teil erheblich. Das ist jedoch nicht überraschend, denn der
Standort der Pflanzen, das Klima und der Boden, bzw. die Nahrung der Nutztiere
haben einen wesentlichen Einfluss auf den Nährstoffgehalt der Lebensmittel.
Für die Relative Nährwerttabelle wurden die Nährwerte der frischen Ware
übernommen. Es ist zu berücksichtigen, dass durch Lagerung und Zubereitung die
Mikronährstoffe z.T. verloren gehen. Die relative Nährwerttabelle sollte nicht
verstanden
werden wie der Beipackzettel eines Medikaments, sie kann nur eine ungefähre
Richtlinie sein.
Bei der Übernahme und Berechnung der Daten wurde größte Sorgfalt
aufgewendet. Trotzdem können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Eine Haftung
gleich welcher Art wird nicht übernommen.
Sowohl für Kalorien als auch für die Nährstoffe wird in der einschlägigen Literatur der "Tagesbedarf" angegeben. Die Relative Nährwerttabelle berechnet, wie oft der Tagesbedarf der Nährstoffe in 2000kcal (= durchschnittlicher Tagesbedarf) der Lebensmittel enthalten ist. Dieser Wert ist der relative Nährwert = rN.
Beispiel für Kalium:
Der Tagesbedarf an
Kalium beträgt ca. 4000mg
100g
Bananen enthalten 378mg Kalium
100g
getrocknete Bananen
enthalten 1265mg
Kalium
100g Fenchenknolle enthält 431mg Kalium
Umgerechnet auf
2000kcal ergibt das folgende, auf ganze Stellen gerundete Werte:
2000kcal Bananen enthalten ca. 8200mg Kalium, etwas
mehr als das 2fache des Tagesbedarfs: rN = 2
2000kcal
getrocknete Bananen
enthalten ca. 8200mg
Kalium,
ebenfalls etwas
mehr als
den 2fachen Tagesbedarf:
rN = 2
2000 kcal Fenchelknolle enthält knapp 36000mg Kalium,
den 9fachen Tagesbedarf: rN = 9
Beispiel für Calcium:
Der Tagesbedarf an
Calcium beträgt ca. 1000mg
100g Milch (3.5%) enthält 120mg Calcium
100g Parmesan enthält 1188mg Calcium
100g Endivie enthält 54mg Calcium
Umgerechnet auf 2000
kcal ergibt das folgende Werte:
2000kcal Milch (3.5%) enthält 3700mg Calcium:
rN = 4
2000kcal Parmesan enthält 5700mg Calcium:
rN = 6
2000kcal Endivie enthält 6750mg Calcium:
rN = 7
Für jedes Lebensmittel wird zusätzlich der relative Nährwertindex (rNI) berechnet, das ist der Mittelwert der relativen Nährwerte der Mikronährstoffe und der ungesättigten Fettsäuren.
Innerhalb einer Gruppe sind die Lebensmittel absteigend
nach relativem Nährwertindex (rNI)
sortiert.
Gruppe 1 bis 3: Lebensmittel tierischer Herkunft enthalten v.a. Proteine und Fette, (fast) keine Kohlehydrate. Vitamin B12 ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten.
1. Milch und Milchprodukte (rNI = 1) zeichnen sich im Vergleich zu anderen tierischen Lebensmitteln durch einen hohen Calcium-Gehalt aus, es fehlen aber einige essenzielle Mikronährstoffe.
2. Fleisch und Innereien (rNI = 2) sind etwas reicher an Mikronährstoffen als Milch. Der Nährstoffgehalt der Eier ist vergleichbar mit Fleisch.
3. Fisch und Meeresfrüchte (rNI = 3) haben den höchsten Anteil an Proteinen. Kaltwasserfische sind reich an Omega-3-Fettsäuren.
Gruppe 4 bis 6: Samen getrocknet
sind kalorienreich, sättigend und können
vielseitig zubereitet werden. Sie eignen sich außerdem ideal für die
Vorratshaltung, auch für den Notvorrat.
4. Getreide (rNI = 1)
hat im Vergleich zu anderen pflanzlichen Lebensmitteln den geringsten Anteil an
Mikronährstoffen. Noch ungünstiger wird das Verhältnis bei den Auszugsmehlen.
Stärkemehle enthalten nur Kohlehydrate ohne nennenswerte Spuren an
Mikronährstoffen.
Die im Getreide reichlich enthaltenen Kohlehydrate sind in
erster Linie Energieträger. Wird die Energie nicht verbraucht, speichert der
Körper die Kohlehydrate in Form von Fett.
5. Nüsse, Ölsaat und Öle (rNI = 1) enthalten relativ geringe Mengen an Mikronährstoffen, liefern jedoch reichlich die essenziellen, einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Sie werden meist nur geringen Mengen den Speisen zugesetzt, aber diese geringen Mengen sind unverzichtbar.
6.
7. Fruchtgemüse und Obst (rNI = 2) enthalten v.a. Kohlehydrate und geringe Mengen Proteine, reichlich Vitamin C und moderate Mengen an sonstigen Mikronährstoffen. Die meisten Früchte können und sollen auch roh verzehrt werden.
8. Wurzelgemüse (rNI = 3) weisen ein ausgewogenes Verhältnis an Kohlehydraten und Proteinen auf und decken großzügig den Bedarf an Mikronährstoffen. Wurzelgemüse sind ideal als sättigender Hauptgang.
9. Blätter, Stängel, Blüten, Pilze (rNI = 11) sind kalorienarm und reich an pflanzlichen Proteinen, Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Sie sind fettarm, enthalten jedoch Omega-3-Fettsäuren. Roh verzehrt unterstützen die darin enthaltenen Enzyme die Verdauung und den Stoffwechsel.
Zucker ist ebenfalls in der Gruppe
der Gewürze zu finden, denn Zucker sollte höchstens in kleinen Mengen als Gewürz
verwendet werden.
Liste 2 ist wie Liste 1 gruppiert nach
Nährwertgruppen, absteigend sortiert nach relativem Nährwertindex (rNI).
Liste 2 gibt pro Lebensmittel 3 Zeilen aus:
Zeile 1: Nährwerte pro 100g
Zeile 2: anteiliger Tagesbedarf im
Verhältnis zu Kalorien
Zeile 3: relativer Nährwert (rN)
Berechnung des relativen Nährwerts für Kohlehydrate am Beispiel von Kartoffeln (s. Liste 2):
1g Kohlehydrate hat 4kcal.
Ein Mensch
benötigt täglich durchschnittlich ca. 2000 kcal, davon etwa 50% in Form von
Kohlehydraten, entspricht 1000kcal bzw. 250g.
Gehalt: 100g Kartoffel
haben 71 kcal und enthalten 14,8g Kohlehydrate (Zeile 1).
Bedarf: 50% von 71 kcal sind 35.5 kcal, entspricht 8,9g Kohlehydrate (Zeile 2).
Verhältnis von Gehalt zu Bedarf =
14,8 : 8,9 = 1,66 (Zeile 3)
gerundet auf ganze Stellen
= "2" ist der
relative Nährwert der Kohlehydrate in
Kartoffeln.
Berechnung des relativen Nährwerts für Vitamin C am Beispiel von Kartoffeln:
Der Tagesbedarf für Vitamin C wird mit 100mg
angenommen.
Gehalt: 100g Kartoffeln haben 71 kcal und enthalten
19mg Vitamin C (Zeile 1): 71kcal sind 3.55% von 2000kcal (Zeile 1)
Bedarf: 3.55% von 100mg Vitamin C sind 3.5mg (Zeile 2)
Verhältnis von Gehalt zu Bedarf: 17 : 3.5 = 4.8 (Zeile 3)
gerundet
auf ganze Stellen = "5" ist der relative
Nährwert von Vitamin C in Kartoffeln.
Die Liste 3 sortiert die Lebensmittel alphabetisch.
Liste 4Die Liste 4 gibt es für jeden der 31 Nährstoffe, absteigend sortiert nach relativem Nährwert (rN) des jeweiligen Nährstoffs.
Liste 5Die Liste
5r enthält einige Kochrezepte. Auswahl und Reihenfolge sind willkürlich und es
werden laufend neue Kochrezepte hinzugefügt. Die Kochrezepte sind keine
Empfehlung sondern Beispiele für die Zusammensetzung verschiedenen Zutaten.
Die Zubereitunsart ist einfach gehalten. Das Hauptaugenmerk gilt den Zutaten bzw.
deren Nährstoffen. Im Laufe einer Woche sollte mit den verzehrten Lebensmitteln
von allen Nährstoffen ungefähr der durchschnittliche Bedarf gedeckt sein.
Es
gilt zu bedenken, dass nicht nur die in den Tabellen aufgelisteten Nährstoffe
für eine gesunde Ernährung wichtig sind. Die natürlichen Lebensmittel enthalten
viele hundert bekannte und vermutlich noch viele unbekannte sogenannte "sekundäre
Pflanzenstoffe", die ebenfalls einen wichtigen Beitrag zu einer gesunden
Ernährung leisten. Je länger die Lagerung und je intensiver die Verarbeitung
umso mehr Nährstoffe gehen verloren.
Manche Inhaltsstoffe werden erst durch
längeres Garen oder Fermentieren genießbar, bzw. verwertbar. Auch die
Kombination mit anderen Nahrungsmitteln und das Mengenverhältnis einzelner
Inhaltsstoffe haben einen Einfluss auf die Verwertbarkeit. Die Nahrungsmittel
sollten deshalb unterschiedlich zubereitet werden, roh oder gekocht und
kombiniert mit verschiedenen anderen Lebensmitteln. Auf schmackhaftes Würzen
nicht vergessen!
Die Liste 5z ist eine Auflistung der Zutaten mit dem Hinweis in welchen Kochrezepten die Zutaten verwendet werden.